Sehschule

Sehschule / Kindersprechstunde

Der Begriff Sehschule mag etwas irreführend sein, es handelt sich nicht um eine Schulung, sondern um eine spezielle Sprechstunde. Medizinisch korrekt wären die Begriffe Orthoptik und Neuroophthalmologie. In der Sehschule kümmert man sich um die Stellung und das Zusammenspiel der beiden Augen.

Ohne geordnetes und von Geburt an funktionierendes Fusionieren der Seheindrücke beider Augen im Gehirn können wir kein Stereobild, also keine Tiefenwahrnehmung, entwickeln. Die Entwicklung dieser Fähigkeiten findet im Kindesalter statt. Deshalb ist es für Kinder besonders wichtig, in der Sehschule untersucht zu werden. Eine speziell ausgebildete Orthoptistin führt in Zusammenarbeit mit dem Augenarzt die Diagnostik und die Therapie in der Sehschule durch. Für Kinder empfehlen wir bei der Erstvorstellung immer einen Termin in der Sehschule zu machen.


Für wen ist eine Untersuchung in der Sehschule sinnvoll?

  • alle Kinder (wenn keine Auffälligkeiten oder Vorerkrankungen in der Familie vorliegen sollten die Kinder spätestens vor der Einschulung untersucht werden)
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Schielerkrankungen
  • Patienten aller Altersgruppen mit Sehbehinderung (Sehstörungen oder Kopfschmerzen beim Schreiben, Bildschirmarbeiten, Lesen usw.)
  • Patienten aller Altersgruppen mit Sehstörungen nach Hirnschädigung (z.B. bei Verdacht auf visuelle Wahrnehmungsstörungen, Legasthenie)