Glaukom

Glaukom (Grüner Star)

Beim Grünen Star kommt es zu einer Schädigung der Nervenfasern des Sehnervens und in Folge dessen zu Symptomen wie Gesichtsfeldausfall, Sehverschlechterung oder reduziertem Kontrastsehen. Diese Schädigung des Sehnervens kommt durch eine schlechte Durchblutung zustande, deren Grund häufig, aber nicht immer, ein erhöhter Augeninnendruck ist.


Der normale Augeninnendruck beträgt etwa 10 bis 21 mmHg, für die genaue Beurteilung des Augeninnendruckes kann es aber notwendig sein, die Hornhautdicke zu bestimmen (Pachymetrie), da eine deutlich vom Durchschnitt abweichende Hornhautdicke die Druckmessung verfälschen kann.

Aber auch beim normalen Augeninnendruck kann die Durchblutung des Auges so schlecht sein, dass Nervenfasern absterben (Normaldruckglaukom), zum Beispiel wenn der Blutdruck sehr niedrig ist. Wird ein Glaukom zu spät oder nicht erkannt bzw. nicht behandelt, führt es zur Erblindung.

Wie erkennt man den Grünen Star?

Ein akuter Augendruckanstieg wie beim Winkelblockglaukom ist durch Rötung des Auges, Augen- und Kopfschmerzen sowie Sehverschlechterung und ggf. Übelkeit / Erbrechen gekennzeichnet. Diese Form ist allerdings eher selten.

Alle anderen Formen des Glaukoms werden zunächst nicht bemerkt, da die Augeninnendruckerhöhung nicht schmerzhaft ist und die Gesichtsfeldausfälle zunächst langsam entstehen und fortschreiten. Das Glaukom wird in der Regel durch den Augenarzt festgestellt, wenn bei der Augendruckmessung hohe Druckwerte registriert werden oder bei der Gesichtsfelduntersuchung Defekte vorhanden sind. Des Weiteren findet der Augenarzt bei der Untersuchung des Augenhintergrundes eine Aushöhlung (Exkavation) des Sehnervenkopfes (Papille). Anhand der Ausdehnung und Tiefe der Exkavation kann abgeschätzt werden, ob schon eine Schädigung des Sehnervens und damit ein Glaukom vorliegt. Für eine genauere Diagnose und vor allen Dingen für eine Beurteilung einer eventuellen Veränderung des Aussehens des Sehnervenkopfes gibt es bildgebende Verfahren, die ein 3D Bild des Sehnervens erstellen und vermessen (HRT).

Jenseits des 40. Lebensjahres steigt das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken. Deshalb sollten ab dem 40. Lebensjahr alle Menschen regelmäßig einen Augenarzt konsultieren.

Die Behandlung des Grünen Stares

Die Behandlung des Glaukoms erfolgt zunächst mit Augentropfen. Die Augentropftherapie muss meist zeitlebens regelmäßig durchgeführt werden. Die Augentropfen können entweder die Bildung von Augenwasser reduzieren oder den Abflusswiderstand des Trabekelwerkes verbessern bzw. haben noch andere Ansatzpunkte. Insbesondere beim chronischen Engwinkelglaukom sind häufig Augentropfen erforderlich, die die Pupille engstellen.

Wenn trotz der Tropfbehandlung die Augendruckwerte nicht ausreichend gesenkt werden bzw. die Gesichtsfeldeinschränkungen zunehmen, kann eine Operation erforderlich werden. Eine Operation kann ebenfalls nötig werden bei einer Unverträglichkeit der Augentropfen. Operationen sind entweder mit Laser oder chirurgisch möglich.